Mit Windows 2000 hat Microsoft die Vorbereitungen getroffen, die codeseitige Trennung von zwei Produktlinien endgültig aufzuheben. Gelungen ist das erst mit Windows XP. Es war das erste Windows, das sich sowohl an Heimanwender als auch an professionelle Anwender richtete, allerdings in zunächst zwei (Home, Professional) und später sogar vier Versionen (Tablet-PC, Media Center). Selbst 64-Bit-Versionen (ia64, x64) wurden veröffentlicht.
Zu dem Zeitpunkt nagte aber schon der Zahn der Zeit am langsam alternden Windows 2000. Der Treibersupport wurde immer schlechter und Software wurde nicht mehr angepasst. Selbst Microsoft wollte nicht mehr und veröffentlichte den Internet Explorer 7 nur für Vista und für Windows XP. Damit sorgte der Konzern selbst für eine lange Lebensphase des Internet Explorer 6.
Der Windows-2000-Nutzer musste also mit einem veralteten Browser auf zunehmend veralteter Hardware leben. Allenfalls professionelle Geschäftskundenhardware bot noch ausreichend Support für Windows 2000. Trotzdem blieb Windows 2000 in vielen Unternehmen aktiv, sehr zum Ärger von Microsoft. Hier und da waren sogar die internen Webtools explizit auf den Internet Explorer 6 zugeschnitten.
Aktuell hat Microsofts Windows 2000 kaum noch Bedeutung. In unseren Statistiken taucht das Betriebssystem nur noch mit einem Anteil von 0,59 Prozent auf. Alle anderen Windows-Besucher nutzen andere Systeme wie XP (46 Prozent), 7 (40 Prozent) oder Vista (12 Prozent).
Nach zehneinhalb Jahren ist Windows 2000 auch für Microsoft Geschichte. Neue Sicherheitspatches gibt es ab kommenden Monat nicht mehr. Damit endet die Ära des letzten ausschließlich für professionelle Zwecke entwickelten Windows.
Auch der letzte Purist sollte
auf ein modernes Windows umsteigen. >>>